Kultur

16.02.2018

Ballett von Mauro Bigonzetti - Alices Traumtanz im 3 D-Wunderland

„Ich bin stolz, den Besuchern des Dortmunder Balletts diese einzigartige Kreation mit unserer Compagnie zeigen zu dürfen!“ Mit diesen Worten adelt Ballettdirektor Xin Peng Wang den italienischen Starchoreografen Mauro Bigonzetti für seine Interpretation von Lewis Carrolls „Alice’s Adventures in Wonderland“. 2014 präsentierte die Gauthier Dance Company im Theaterhaus Stuttgart die Premiere einer Kreation, die bisher zu den gewagtesten und zugleich stringentesten von Mauro Bigonzetti zählt. Uraufführung in Dortmund war am 10. Februar.
Foto/Text: Thomas Kampmann

 „Die halluzinatorische Atmosphäre reizt mich, das Spiel mit den unendlichen Möglichkeiten“, bekennt der Künstler, für den Träume stets Gratwanderungen zwischen überspitzten und verrückten Wirklichkeiten sind. „Fantastisch, erschreckend und hypnotisch schön, überraschend und überwältigend“ - Kaum anders lässt sich der fulminant überbordende Aberwitz beschreiben, mit dem Bigonzetti seine Protagonistin zusammen mit dem weißen Kaninchen durch die Anders-Welt jenseits des Spiegels schickt, in eine Sphäre, in der die Gesetzmäßigkeiten der Vernunft auf den Kopf gestellt werden.


Die Medien sind begeistert: „Es ist ein Wunderland des Tanzes, das Bigonzetti mit Bühnen-, Video- und Lichtdesigner Carlo Cerri und dem OOOPStudio im Dortmunder Opernhaus auf die Bühne gebracht hat. Ein Tanztheater zum Staunen mit Bildern in 3D-Animationen und einem spektakulären Bewegungskanon“, heißt es da an einer Stelle. Die vortreffliche Dortmunder Compagnie habe eindrucksvoll gezeigt, dass sie derart anspruchsvolles, auch artistisch herausforderndes Ballett in Perfektion präsentieren kann. „Dortmunds exzellente Solisten und Gruppe (Hofgesellschaft) kommen in vielen Tableaus zum Zuge, brillieren in exaltierten Pas-de-deux, trickreichen Drehungen, athletischen Sprung- und Hebefiguren. Sexuell aufgeladen winden sich Kater und Katze, die Raupe und, neben dem Kaninchen, immer wieder dessen Widersacher der Hutmacher.“


Großen Anteil am Erfolg des Stückes ist auch den Musikanten Antongiulio Galeandro, Enza Pagliara und der dreiköpfigen Frauengesangsgruppe ASSURD zuzuschreiben. Sie sind Teil der Choreografie und sorgen für die „raue, geerdete Volksmusik aus Süditalien“, wie es ein Kritiker beschreibt.


Termine 2018:
16. und 22. Februar
02., 09., 18., 21. und 31. März
19., 21. und 27. April
02., 22. und 27. Juni


Alice-Ballett Dortmund
Musiker-Alice
Der Hutmacher
Alice-Ballett Dortmund
Alice-Ballett Dortmund