Urbanes Zentrum

02.10.2018

Indie-Musik im Unionviertel: So war das Way Back When Festival 2018 in Dortmund

Unsere Bloggerin Olga war am letzten September-Wochenende auf dem fünften Way Back When Festival in Dortmund. Welche Location es ihr besonders angetan hat und welche Hightlights und Überraschungen sie neben guter Musik noch entdeckt hat, berichtet sie hier.

Way Back When Festival 2018: Mein Wochenende mit ganz viel Indiezauber, Synthiesounds, Kaffee und Kuchen

Am Wochenende stand mein letztes Festival für dieses Jahr auf dem Programm und entspannter hätte es gar nicht laufen können. Nur einen Katzensprung von der eigenen Haustür entfernt, lauerte das heimische Way Back When Festival auf uns – und zwar direkt in Dortmund.

Nachdem andere allseits bekannte Festivals sich unsere Dortmunder Parks unter den Nagel reißen, setzt das kleine Indie-Festival auf zentrale Bühnen im FZW und der Pauluskirche.

Inmitten im Unionviertel und am Rande der Nordstadt fanden Indiefans von Freitag bis Sonntag bei Konzerten von Her, Fil Bo Riva, Rikas, Pabst und vielen mehr zusammen, um ihre liebsten Musiker zu hören, Neues zu entdecken und das ein oder andere Bierchen zu genießen.

Die Band Pabst spielten rockige Klänge auf der kleinen Bühne im FZW

Grunge-Klänge von der Band Pabst auf der kleinen Bühne im FZW.

Ausgang Pauluskirche: Aus der Ferne sieht man schon das U. Dahinter liegt direkt das FZW. Weit ist die Distanz definitiv nicht. Ob zu Fuß oder mit dem Rad.

Ausgang Pauluskirche: Aus der Ferne sieht man schon das U. Dahinter liegt direkt das FZW. Weit ist die Distanz definitiv nicht. Ob zu Fuß oder mit dem Rad.

Obwohl das Festival schon zum fünften Mal stattfand, muss ich gestehen, dass es sich um meinen ersten Besuch beim Way Back When handelte. So zog ich am Freitag noch etwas ahnungslos in Richtung FZW los und hab mich dort einfach mal überraschen lassen.

Genau das ist das Schöne an kleineren Festivals, die nicht nur weltbekannte Acts einladen, sondern mit echten Perlen auffahren, die Menschen wie ich sonst wohl nie im Ozean unendlicher Playlists entdecken würden.
Wir haben uns an den drei Tagen eine feine Auswahl an Konzerten angesehen, die wohl ein guter Mix aus uns bekannten und noch unbekannten Künstlern war.


Am Freitag starteten wir mit Crimer, der uns nicht nur mit heißen Tanzeinlagen, sondern auch mit sexy Synthiesounds beglückte. Stellt euch das ganze noch in der Kulisse der Pauluskirche vor – einmalig.

Freitag haben wir uns außerdem Pabst, Her, Dillon und abschließend Kid Simius reingezogen. Besonders die letzten zwei Acts waren ein Wechselbad der Gefühle.

Nachdem uns Dillon zunächst in Trance versetzte, holte uns Kid Simius wieder zurück ins Leben. 


Die Band Her auf der großen Bühne im FZW

Die Band Her auf der großen Bühne im FZW

Weiter geht’s zum Samstag.

Nachdem ich etwas traurig war, dass die M.I.L.K. Show nicht stattfinden konnte, haben mich schnell andere Highlights getröstet. Am Nachmittag ließ ich mich auf einen Kaffee im wunderschönen Labsal blicken und stimmte mich dort im Interview-Cafe schon mal auf den
abendlichen Auftritt von Fil Bo Riva ein.


Interview im Labsal mit Fil Bo Riva. Die drei Beteiligten sitzen auf einem Podest und unterhalten sich. Eine gemütliche und nette Atmosphäre.

Im Labsal zu Kaffee und Kuchen mit Fil Bo Riva

Interview-Cafe? 

Ganz genau, hier wurden zwei der besten Dinge, Kuchen und Musik, perfekt vereint. Fil Bo Riva stand charmant Rede und Antwort und snackte dabei ebenfalls Kuchen. Das was mir natürlich sehr sympathisch.

Das Interview-Cafe zählte übrigens zu den Urban Culture Events im Unionviertel, die im Rahmen des Festivals stattfanden.

Neben dem Labsal lud das Olafs mit einer Gaminglounge ein, bei Black Plastic trafen sich Vinylfans zum Talk und in der Benno-Elkan-Allee wurde ein Streetart-Workshop angeboten.

Gegen Abend starteten dann wieder Konzerte und wir düsten mit unseren Bikes zwischen der Pauluskirche, dem FZW und diversen Imbissen hin und her. Dank der Fahrräder blieb uns genügen Zeit für Pommespausen zwischen den Gigs und wir konnten uns für den Auftritt von den wunderbaren Boys von All The Luck In The World in der Pauluskirche Plätze in den vorderen Rängen sichern.

Kat Frankie in der Pauluskirche. Gedämmtes lila-farbendes Licht.

Kat Frankie am Sonntag in der Pauluskirche

Spätestens zu diesem Zeitpunkt haben sich die Konzerte in der Pauluskirche auch zu meinen absoluten Favoriten gemausert. Wo es dem FZW für mich an Zauber und Stimmung fehlt, punktet der nördliche Kulturspot mit ganz besonderem Charme. Ganz vorne dabei war auch der Kirchenhof, der uns mit Kaffee, kalten Drinks und Leckerbissen vom Grill sofort auf seiner Seite hatte. 

Ich freue mich jetzt schon aufs nächstes Jahr, wo hoffentlich noch mehr charmante Spot wie die Pauluskirche und das Labsal in das liebevoll gestaltete Way Back When Festival eingebunden werden.


Die Front der Pauluskirche mit einem RollUp vom Way Back When Festival 2018

Eingang zur Pauluskirche

Die Folk Sängerin Fenne Lily auf der Bühne in der Pauluskirche. (Foto in schwarz weiß)

Sängerin Fenne Lily auf der Bühne in der Pauluskirche

Fotos und Text: Olga M. Klegrewe

Olga lebt in Dortmund und leistet auf ihrem Blog "somelostgirl" einen kleinen Beitrag zur bunten Welt des Internets.



somelostgirl
Unsere Bloggerin Olga











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