Kultur

22.01.2020

Neozoen: 17-jähriger Dortmunder zeigt eigenen Spielfilm

Der Trailer ist düster und könnte auch einen künftigen „Tatort“ ankündigen. Allerdings stammt der dazugehörige Film aus der Feder eines 17-jährigen Dortmunder Schülers. Und das Drehbuch war offenbar so gut, dass neben über 50 Jugendlichen auch eine Reihe Dortmunder Berufsschauspieler an dem Projekt mitgewirkt haben. Am 25. Januar feiert „NEOZOEN“ in der Aula des Käthe-Kollwitz-Gymnasium Premiere – dort, wo auch ein Teil des Filmes gedreht wurde.

Schauspieler vom Theater Dortmund

Seza Tan Selen und Uwe Schmieder am Set von "NEOZEN"

Seza Tan Selen (M.) und Uwe Schmieder (r.) am Set von "NEOZOEN". ©Seza Tan Selen

Über ein Jahr hat der 17-jährige Seza Tan Selen gedreht, jetzt ist der 109-minütige Spielfilm „NEOZOEN“ fertig. Gezeigt wird er zum ersten Mal am 25. Januar um 16 Uhr in der Aula des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums, der Eintritt ist frei. Bereits mit 16 hat Seza Tan Selen das Drehbuch zum Film geschrieben. Für den Film hat er auch Regie geführt, entstanden ist er unter Mitwirkung von über 50 Jugendlichen und fünf Berufsschauspielern, so auch Uwe Schmieder, Bettina Lieder und Christian Freund, feste Ensemble-Mitglieder des Theater Dortmund.

Atmosphäre der Verunsicherung an ungewöhnlichen Drehorten

In dem Film „NEOZOEN“ geht es um einen Mord im schulischen Umfeld. Ängste, Sorgen und Verdächtigungen schaffen eine Atmosphäre der Verunsicherung, deren Spannung den gesamten Film durchzieht. Für die Drehorte mussten kreative Lösungen gefunden werden: So wurde das Esszimmer im Wohnhaus von Seza Tan Selen zum Arbeitszimmer des Kriminalbeamten, der Sportraum das Verhörzimmer der Polizeitdienststelle, Kellerräume zum Arbeitszimmer des Forensikers und die Hausgarage zum  Schulkeller.

Junger Dortmunder Filmemacher: Seza Tan Selen

Seza Tan Selen

Seza Tan Selen ©Seza Tan Selen

Seza Tan Selen wurde 2002 in Dortmund geboren und besucht die 12. Stufe des  Käthe-Kollwitz-Gymnasiums. Bereits zur Grundschulzeit experimentierte er mit kleineren Filmen, mit 14 Jahren drehte er seinen ersten Brickfilm – einen Film, der mit Legosteinen und der Stop-Motion-Technik entsteht. Zeitgleich eröffnete er seinen Youtube-Kanal „Yetgo“. 2018 schaffte er es mit seinem Stopmotion-Animationsfilm "Lebenswert" beim Kurzfilmwettbewerb "99Fire-Films Award" unter die besten 99 Filme (von 3.000) und wurde nach Berlin eingeladen. Film ist seine Leidenschaft und es ist kaum verwunderlich, dass er sein Hobby nach der Schule zum Beruf machen möchte.