Wohnen / Ökologie

29.04.2020

Online-Ausstellung von „nordwärts“: Lieblingsorte im Dortmunder Norden

Ungeahnte Schätze im Dortmunder Norden ans Licht holen – das möchte das Dekadenprojekt „nordwärts“ erreichen. Vor einiger Zeit haben die Macher*innen des Projektes dazu aufgerufen, ganz persönliche Lieblingsorte einzureichen. Entstanden ist daraus eine Foto-Ausstellung, die zunächst einmal online zu sehen ist.

Potenzial des Dortmunder Nordens

Zeche Zollern Lucas Kaufmann

Prunkvolle Backsteinfassaden, opulente Giebel und eine schlossartige Anlage – die Zeche Zollern II/IV gilt als wohl eine der schönsten Zechen des Ruhrgebiets. ©Lucas Kaufmann/Instagram: 0231_photography

Entdecken, erkunden und sich begeistern lassen: Die Stadt Dortmund hat das Projekt "nordwärts" gestartet, um das Potenzial des Dortmunder Nordens optimal zu nutzen und zu fördern. Das Ziel: Die sieben nördlichen Dortmunder Stadtbezirke stärken und städtebaulich aufwerten. Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt, wurde im Mai 2015 gestartet. Seitdem ist viel passiert:  Der Dortmunder Norden ist zu einem Innovationslabor für kreative Ideen und innovative Projekte geworden, Unternehmen haben sich angesiedelt, Investitionen wurden getätigt. Zudem haben fast 27.000 Menschen mit angepackt und durch über 200 Projekte zur Entwicklung in den eigenen Quartieren beigetragen.

Lieblingsorte im nördlichen Dortmund

Vor einiger Zeit haben die Macher*innen des Projektes die Dortmunder*innen dazu aufgerufen, ihre ganz persönlichen Lieblingsorte einzureichen. Aus den zahlreichen Zuschriften sind nun die meistgenannten Orte ausgewählt und von Dortmunder Fotograf*innen fotografiert worden. Online sind die Bilder unter dortmund-nordwaerts.de/highlights/lieblingsorte/ zu sehen, mit einem Klick auf das jeweilige Bild öffnet sich zudem eine kleine Hintergrund-Geschichte. Wöchentlich werden neue Bilder veröffentlicht, es lohnt sich also, regelmäßig virtuell vorbeizuschauen. Sobald die Lage rund um Corona es zulässt, soll die Ausstellung auch live an geeigneten Orten zu sehen sein. Die Bilder werden hierfür auf Acryl gedruckt. 

Borsigplatz

Nicht fehlen darf bei den Lieblingsorten im Dortmunder Norden natürlich der Borsigplatz. Berühmt geworden als Gründungsort des BVB besticht er durch seinen alten Baubestand. Hier rahmen beeindruckende Gründerzeitbauten den kreisrunden Platz ein, die Mitte ist begrünt mit schönen alten Bäumen und einer Wiese. Benannt ist der Platz nach August Julius Albert Borsig, der die am Borsigplatz gelegene damalige Maschinenfabrik Deutschland mitbegründete. Heute ist er als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.

Forsthaus Rahm

Forsthaus Rahm Lucas Kaufmann

Das Forsthaus im Rahmer Wald wurde saniert und mit einem neuen Konzept versehen. ©Lucas Kaufmann/Instagram: 0231_photography

Auch mit dabei: Das Forsthaus Rahm. Das schöne, kleine Haus mitten im Rahmer Wald gibt es schon seit über 100 Jahren. Bis 2015 wurde es als Wohnung für den Förster genutzt. Anschließend stand das Gebäude einige Jahre leer. 2019 wurde es saniert und mit einem neuen Konzept versehen: Nun nutzen die Kreisjägerschaft Dortmund, Wald und Holz NRW, der Imkerverein Derne und FABIDO (Familienergänzende Bildungseinrichtungen für Kinder in Dortmund) das Haus gemeinsam. Entstanden ist unter anderem ein Ausstellungsort für Naturpräparate sowie ein Lernort für Kinder und Jugendliche.

Lanstroper Ei

Lanstroper Ei Janus Skop

Das "Lanstroper Ei" ist nicht nur der letzte Wasserturm seiner Art im Ruhrgebiet, sondern auch Wahrzeichen und Landmarke des Stadtbezirks Scharnhorst. ©Janus Skop/do-foto.de

Auf einem besonders schönen Foto ist das Lanstroper Ei zu sehen: Ein 60 Meter hoher Wasserturm, der jedoch seit 1981 leer steht und außer Betrieb ist. Der Wasserturm wurde von 1904 bis 1905 von der Dortmunder Firma August Klönne gebaut und wurde für die Wasserversorgung von Lanstrop, Derne, Mengede, Brambauer und Teilen Lünens genutzt. Heute ist der Turm nicht nur der letzte seiner Art im Ruhrgebiet, sondern auch Wahrzeichen und Landmarke des Stadtbezirks Scharnhorst, auf dessen Grund er entgegen seines Namens steht. Der denkmalgeschützte Bau wird seit 2018 saniert und ist Teil der Fahrradstrecke der Route der Industriekultur.