Urbanes Zentrum

04.03.2020

StadtPilgern in Dortmund: Pilgerführer erschienen

Den berühmten Pilgerweg nach Santiago de Compostela kennt spätestens seit dem Roman von Hape Kerkeling fast jeder. Dass dieser aber auch durch Dortmund führen kann und es in Dortmund nun auch einige Pilgerstationen gibt, wissen wohl die wenigsten. Ein Pilgerführer soll das jetzt ändern. 

Petrikirche am Westenhellweg

StadtPilgern Dortmund: Stadtkirchenpfarrerin Christel Schürrmann, Britta Steinhüser, Karin Stump, Dorthe Grimberg.

Stadtkirchenpfarrerin Christel Schürrmann, Britta Steinhüser, Karin Stump und Dorthe Grimberg (v.l.) zeigen den Pilgerführer "StadtPilgern" für Dortmund. ©Joachim vom Brocke

Einen Stempel gibt es in der Petrikirche noch immer. Wer sich also von Dortmund aus auf den Weg nach Santiago de Compostela machen will, kann sich seinen Pilgerausweis in der Stadtkirche am Westenhellweg stempeln lassen. Früher führte der Weg in die bekannte Pilgerstadt im Norden Spaniens wohl häufiger durch unsere Stadt, heute starten die Pilger meistens an der spanisch-französischen Grenze.

Stadtpilgerführer für Dortmund

StadtPilgern in Dortmund Titelblatt

Das Titelblatt des Pilgerführers "StadtPilgern in Dortmund". 

Wer sich nicht auf einen wochenlangen Pilgerweg in Spanien machen möchte, sondern nur mal ein wenig „Pilgerluft“ schnuppern will, kann nun auch in Dortmund selbst pilgern: Mehrere Frauen, die sich bei der Stadtkirche St. Petri zusammenfanden, haben einen Stadtpilgerführer für Dortmund entwickelt. Sie wollen dazu einladen, einzelne Pilgerstationen in der Stadt mit ungewohntem Blick und offenen Augen wahrzunehmen.

Seminar „Werkstatt StadtPilgern“

Kennengelernt haben sich Pfarrerin Christel Schürmann, Hedda Döring, Dorthe Grimberg, Ursula van Holt, Monika Jerzak, Mechthild Schwarzenberger, Britta Steinhüser und Karin Stump im Seminar „Werkstatt StadtPilgern“. Die Idee zu einem eigenen Pilgerheft kam dabei schnell – und auch die Pilgerstationen waren rasch gefunden. Diese liegen nämlich eigentlich vor der Haustür, betrachtet man das Gewohnte mit einem neuen Fokus.

„Wie vom Himmel gefallen“

Petrikirche Dortmund Innenraum und Altar

Blick in die Petrikirche ©Vanessa Sygdziak


Die 17 Pilgerstationen innerhalb des Walls starten am Dortmunder Hauptbahnhof mit Blick auf die Katharinentreppe, über das Fußballmuseum bis zum Kreuzgang an der Propsteikirche, vom Sprechenden Brunnen bei St. Petri über einen Lindenbaum am Wallring bis zur ThierGalerie. Aufgezeigt werden die verschiedenen Stationen auf einem Stadtplan, begleitet werden sie von verschiedenen Texten, die die Initiatorinnen selbst geschrieben haben: „Oft sind wir erstaunt, was uns selbst und/oder der Anderen an den einzelnen Stationen einfiel – wie vom Himmel gefallen“, heißt es in dem Pilgerführer.

Die Broschüre "StadtPilgern in Dortmund" ist ab sofort in der Stadtkirche St. Petri am Westenhellweg und im reinoldiforum an der St. Reinoldikirche, Ostenhellweg 2, zum Preis von 4 Euro erhältlich.