Urbanes Zentrum

26.11.2019

Legendärer Techno-Club aus Berlin eröffnet Ableger in Dortmund

Es ist ein Facebook-Post von Dimitri Hegemann gewesen, der die Clubszene im Ruhrgebiet hat aufhorchen lassen: Schon vor mehreren Jahren hatte der Gründer und Besitzer des legendären Berliner Techno-Clubs „Tresor“ einen Ableger in Westfalen eröffnen wollen. Nun ist sein Traum wahr geworden: Auf dem Gelände von PHOENIX-West, im Keller der Warsteiner Music Hall, hat der Kulturmanager den Club "Tresor.West" mit einem "Soft Opening" eröffnet. Bald gibt es regelmäßig wummernden Techno-Beat in rauem Kellerambiente.

Tresor.West - "Großartiger Empfang!"

Und das alte Kellergewölbe passt sprichwörtlich wie die Faust auf's Auge zu dem neuen Techno-Club: Die alte Industriekulisse ist wie gemacht für den "Tresor.West", dessen „großer Bruder“ in Berlin ebenfalls mit Industriecharme aufwartet: Der „Tresor“, in den 90er Jahren eröffnet und mittlerweile eine Legende, ist in einem alten Heizkraftwerk in der Hauptstadt zu Hause. Der neue Club in Dortmund wurde am Wochenende 22. und 23. November mit einem "Soft Opening" anlässlich der DJ-Konferenz Muma (“Musik- und Maschinekonferenz 2019“) eröffnet – offenbar mit guter Stimmung: „Tresor dankt Dortmund für diesen großartigen Empfang!“, schreibt Hegemann ein paar Tage später auf seiner Facebook-Seite.

Blick auf den Second Floor im Tresor.West auf Phönix West

Ein Blick in den "Second Floor" des neuen Clubs Tresor.West: Laut Hegemann gibt es hier guten Sound und raue Einfachheit. ©facebook.com/dimitri.hegemann

DJ-Pult aus Beton, satter Sound, gutes Licht

Richtig los geht es am 20. Dezember, ab dann sollen regelmäßig raue Technobeats im Kellergewölbe der Music Hall wummern. Das Interieur des Clubs ist spartanisch: viel Stahl, alte Rohre unter der Decke, Stein, Beton. „Ich sage Euch, dieser schöne, schnörkellose Raum hat Seele“, schreibt Hegemann auf Facebook und zeigt dazu ein Bild. Zu sehen ist ein DJ-Pult aus Beton, die Kellerwände nahezu unbehandelt. Was an Interieur fehlt, soll mit sattem Sound und gutem Licht wettgemacht werden:  Dafür gibt es eine hochwertige Anlage, aufgebaut von Soundtechnikern aus der Berliner Clubszene, in Kombination mit Lichtdesign, das nicht beleuchten, sondern Atmosphäre schaffen soll. Der Club besteht aus zwei Floors und einem Outdoor-Bereich.

Internationale Techno-Künstler

Dimitri Hegemann

Dimitri Hegemann. ©facebook.com/dimitri.hegemann

Hegemann, der in Werl geboren wurde und schon länger auf der Suche nach einer geeigneten Location für einen Club in Westfalen war, ist überzeugt, dass der neue Club im Fokus von internationalen Techno-Künstler steht und für lokale Künstler ein Sprungbrett bietet. Direkt von Anfang an verspricht der Kulturmanager ein hochkarätiges Programme. Dafür wird unter anderem der „Tresor“ in Berlin den Club im Westen mit einem Künstler-Programm unterstützen.