Grauer Himmel, feuchte Luft. Kühl streicht der Wind durch die Straßen. Herbstfeeling in Dortmund. Ein italienisches Café am Nordmarkt. Männer spielen am Automaten, gucken Fernsehen. Zusammen und doch allein. Subwelten.  

Mittendrin Fotograf Peyman Azhari: "In diesem Café gibt es den besten Kaffee der Stadt.“ Er zog aus, die Subwelten der Nordstadt jenseits von Tristesse und negativen Schlagzeilen zu durchdringen.

Heimat 132: Menschen, die in Frieden leben wollen

Peyman Azhari porträtiert die andere Seite der Nordstadt

Von den negativen Schlagzeilen über das Viertel gibt es wahrlich genug, wie Peyman Azhari nach seinem Umzug von Köln nach Dortmund vor zwei Jahren herausfand. Denn: Wer über die Nordstadt schreibt oder spricht, hat die immer und immer wieder bemühten Klischees zur Hand. Als da wären: Gewalt, Armut, Prostitution, Arbeitslosigkeit, Verbrechen jeder Couleur... "Diese einseitige Berichterstattung hat mich gestört. Was mich interessiert, sind die Menschen, die Familien, die hier leben. 

Neben den existierenden Problemen gibt es ja auch eine andere Seite.“
Peyman Azhari hat nun das Buch "Heimat 132“ veröffentlicht, in dem er diese andere Seite der Nordstadt zeigt. In eigenen Fotos und Texten stellt er Jene vor, die ihn bewegten und noch immer bewegen: Menschen, die in Frieden leben wollen – wenn es gut geht, angereichert mit einem Quäntchen Glück. Ein Jahr intensive Arbeit investierte der kreative Kopf in "Heimat 132“.

132 – eine symbolträchtige Zahl, denn genauso viele Nationalitäten leben in der Nordstadt. Etwa 50 von ihnen stellt Peyman Azhari vor: "Es mir geht darum, einen Querschnitt von den vielen verschiedenen Menschen und ihren Hintergründen zu zeigen.“ Sie stehen sozusagen exemplarisch für die Vielfalt des Viertels.

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